Macht Kunst satt?

Meine Lieben,

seit einigen Wochen treibt mich die Frage um, ob man mit dem Verkauf von Selbstgenähtem, Gebasteltem und DIY-Kram Geld verdienen kann. Genug für Miete, Essen, …

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Klar, ist die Höhe der finanziellen Mittel in Bezug auf den Lebensstandard individuell – sagen wir genug, um eine kleine Familie zu ernähren. Habt ihr Erfahrungen? In welchem Rhythmus trudeln Bestellungen bei euch ein? Wie verhält es sich mit der „Konkurrenz“? Wenn ihr eure Einnahmen runterrechnet, wie hoch ist der tatsächliche Stundenlohn?

Fragen, Fragen, Fragen…. (bin sehr gespannt)

❤ lichen Dank

Blanca

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25 Gedanken zu “Macht Kunst satt?

  1. Grundsätzlich glaube ich schon, dass man mit dem Selbstgemachten Geld verdienen kann, die Nischen sind allerdings klein, denke ich. Aber ich denke, realistisch muss man einige Tausend Euro Umsatz machen, um als Alleinverdiener soviel übrig zu behalten, dass es fürs Leben reicht. Alleine Kranken- und sonstige Versicherungen verschlingen ja einen großen Teil. Wenn man es als „Zubrot“ machen kann, ist es sicherlich einfacher und wahrscheinlich auch attraktiver, weil man dann womöglich auch keinen Umsatzdruck hat. Je nachdem, wie aufwendig die gemachten Werke sind, wird man sicherlich schnell auch Nachahmer haben oder Menschen, die dann sagen, das könnten sie doch auch selber machen usw. Ich bin beim Nachdenken auf deine Fragen hin selbst sehr hin- und hergerissen, ob sich Aufwand und Ertrag lohnen. Ich glaube, bei meinen gemachten Täschlein & Co. (noch) nicht, mal schauen, ob es über kurz oder lang ausbaufähig ist.
    Ich wünsche dir viele gute Erkenntnisse und Gedanken zu deinem Gedanken und bin gespannt, was herauskommt.
    Einen ganz lieben Gruß sende ich dir
    Anni

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  2. Hmm mit dem Gedanken schlage auch ich mich seit einigen Monaten. Immer wieder sehr positive Resonanz auf selbstgemachte Teile, gerade für die Kinder. Und ja klar kommt ab und an mal nen kleiner Freundschaftsauftrag, aber leben könnte ich/ wir auch als 2. Gehalt nicht wirklich. Ich bin eher ein Mensch der sie Sicherheit dem Risiko vorzieht. Aber ohne Risiko gehts auch nicht. Du könntest deine Kreativität mit was anderem paaren, zum Beispiel Stoffladen in dem du dann auch deine eigenen Kreationen anbietest. Oder du machst es parallel als Online Shop ohne große fixe Kosten, da ist das Risiko auch eher gering. Aber die Konkurrenz groß. Tja ich glaub ich bin dir auch keine große Hilfe, was !? Wünsche dir nen tollen Abend
    LG Kristin:)

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  3. Gleich vorab: Ich nähe nicht gewerblich, sondern nur für meine Familie und mich. Aber ich habe einen Mann, der seit Jahrzehnten selbständig ist (wenn auch in einem ganz anderen Bereich), daher kenne ich Dinge wie Auftragslage, Steuern, Sozialversicherung, und, und, und sehr gut. Wenn man nun realistisch ist und wirklich gewerblich und nicht schwarz seine Sachen verkaufen will, müsste man ungefähr einen Stundenlohn von auf alle Fälle 60 Euro rechnen, um nach Abzug aller Nebenkosten noch einen akzeptablen Stundenlohn zu erhalten. Wenn ich mir nun die Preise bei Dawanda und Co ansehe, müssen die meisten entweder wahnsinnig schnell nähen, schwarz arbeiten oder für einen Hungerlohn arbeiten. Das finde ich sehr schade.
    lg
    Anja

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    • genau so sehe ich das auch.
      rechne das mal um, was du da für nur ein teil nehmen müsstest. das zahlt doch keiner.
      ich erlebe es ja auch immer wieder, wie selbstgemachtes, und damit der zeitaufwand, unterschätzt wird.
      kann wahrscheinlich nur ein nettes ‚zubrot‘ sein, aber davon leben? glaube ich eher nicht.

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  4. Ich denke möglich ist es, aber sehr schwer, zumindest als Hauptverdienst. Meiner Erfahrung nach, ist es ein sehr guter Nebenverdienst bei DaWanda zB. sind die Kosten nicht so hoch und man kann mit relativ wenig Aufwand seine Schätzchen vermarkten. Das einzig umständliche oder etwas „teurere“ ist der Gewerbeschein vorweg, aber auch der ist verschmerzbar.
    Ich denke auch schon seit ein paar Wochen drüber nach wieder bei DaWanda zu verkaufen, mit der richtigen Shopgestaltung und Werbung läuft das meistens ganz gut.
    Du machst ja schließlich auch süße Sachen. Einfach mal probieren 😉

    LG

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  5. Ich habe das früher Hauptberuflich gemacht und musste meine Werkstatt dann wegen der Bandscheiben aufgeben. Rückblickend bin ich froh das es so gekommen ist! Ich lebe heute viel entspannter!!!
    Wie schon die Kommentatoren weiter oben geschrieben haben muss man – wenn es zum Leben reichen soll – betriebswirtschaftlich denken, zumindest ein kleines bißchen 😉 Krankenkasse, Rücklagen, 15% Ausfall. Falls das alles zu abstrakt ist dann mach Dir doch mal die Mühe ein wenig mitzuschreiben. Wareneinsatz, Herstellungszeit, Vermaktungszeit+ Kosten. Dann bekommst Du recht schnell einen Eindruck was unterm Strich übrig bleibt.
    Wenn ich schreibe, ich lebe heute entspannter dann betrifft das nicht nur das Finanzielle. Geld verdienen zu müssen erstickt auch einen Teil der Kreativität. Ich konnte davon Leben aber der Preis war, das ich anfing „zu Produzieren“ (= die ständige Frage wie kann ich das, was die Leute kaufen wollen schneller und preiswerter herstellen ) Dabei blieb kaum noch Zeit für das was ich eigentlich machen wollte…
    Nebenbei zu verkaufen ist für mich ein schönes Hobby geworden. Ich kann mich austoben, muss aber rein gar nichts 😉

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  6. In jedem Fall muss zunächst ein Konzept her, von Kalkulation bis hin zur Werbung. Und man muss selbst ganz fest an den Erfolg glauben – dann klappt es auf jeden Fall. Wenn Du jedoch Bedenken hast, dann lieber Finger davon lassen. Und eine kleine Besonderheit oder mit anderen Worten was Neues bzw. was NEuartiges musst Du anbieten, damit Du dich von der Konkurrenz abheben willst, z. B. Stoff, Geschmack, Moderichtung oder vielleicht in Richtung Umwelt Nachhaltigkeit ect. Ich wünsche Dir viele gute Überlegungen und Mut sowie Erfolg!

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  7. Hab ich mich auch schon oft gefragt. Zumal mir mein Job so gar keinen Spaß bereitet, weil er viel zu technisch ist (so kann ich mich wenigstens auf dem Blog austoben). Mich schreckt aber auch so ein bisschen die Angst, ob das dann alles so läuft, wie man sich das vorstellt.
    Fang doch erstmal nebenher auf Dawanda oder so an, da kann man das bestimmt gut antesten. Ich hab das schon so lange vor, vielleicht packt mich nächstes Jahr der Mut.
    Bin gespannt, wie es bei Dir weiter läuft, an tollen Ideen mangelt es schon mal gar nicht! Liebste Grüße!

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  8. Mein Mann ist seit fast drei Jahren selbständig und glücklicherweise habe ich meinen festen Job. Er hat gut zu tun, jedoch sehr unregelmäßig Einkünfte – da leben wir oft von meinem Geld. Seins kommt dann auch, aber eben irgendwann … Er ist froh, sein eigener Chef zu sein, beutet sich aber auch stark aus. Auch so ein Punkt, den ich nicht gut finde … Es gibt also viel Pro und auch viel Kontra … Liebe Grüße.

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  9. Anyone has experience on Etsy? I have heard many great stories of Dutch women who sell their products there.
    I also realized that getting that a magazine talks about your products helps tremendously, magazines like molly make, burda, Tv Wonen, Knipmode, for example.

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  10. Mein Wirtschaftsdozent sowie Unternehmensberater hat immer wieder betont, das die Idee, die dich von den Anderen abhebt am wichtigsten ist. Wenn du dir absolut unsicher bist, würde ich mich mal mit der IHK in Verbindung setzten. Die beraten dich gerne und unterstützen dich bei der Idee bzw. Gründung eines (Klein-) Unternehmens. Aber wenn du meinst, das du es alleine schaffen kannst, dann glaube ich, es ist besser erstmal bei DaWanda oder Etsy deine Ideen anzutesten. Der Gewerbeschein lag bei meinen Kommilitonen, die sich selbstständig machten, bei 20-25 €. Bei manchen Richtungen kann es auch ein wenig teurer sein. Sei dir aber bewusst, sobald du ein Gewerbe anmeldest, musst du eine Steuererklärung machen. Bei einer größeren Umsatzeinnahme auch Steuern zahlen. Aber die Grenze liegt, wenn ich mich richtig erinnere, bei ca. 24.700€/ Jahr Freibetrag. Im Großen und Ganzen schau doch einfach mal bei der IHK Homepage vorbei. 🙂 VIEL GLÜCK!

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  11. Ich habe es vor zwei Wochen getan ! Gewerbe angemeldet, hat 20 € gekostet. Wichtig ist, das Ganze als Kleinunternehmen anzumelden, dann darf man bis 17.500 € im Jahr verdienen. Jetzt habe ich mir einige Bücher über Online Geschäftsgründung gekauft, um zu schauen, wie ich am besten einen Webshop aufbaue. Ich werde dir weiterberichten, ob es funktioniert 🙂

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  12. Als Inhaber eines DaWanda Shops kann ich mit tatsächlichen Erfahrungen dienen ,o).
    Vorneweg: vieles hier bereits Gesagte ist absolut richtig. Als Hauptverdienst ist es sehr schwierig. Wir sind ein Akademikerpäarchen, haben Kinder und keinerlei Verwandtschaft weit und breit, die mal einspringt wenn ein Kind (ja meistens spontan) krank wird. Das war als Angestellte oft erstaunlich schwierig, da mit der Höhe des Qualifizierungsgrades auch die Austauschbarkeit sinkt, soll heißen, man kann nicht mal eben vom Kollegen vertreten werden. Deshalb habe ich was gesucht, wo ich einen sehr hohen Grad an Flexibilität habe. Die erkauft man sich dann aber mit dem geringeren Verdienst.
    Die Idee mit den Partnern (Stoffläden, etc.) hatte ich auch, funktioniert aber nur in Städten, die nicht an totaler DaWanda-, Nähshop-, Kreativszenen-Übersättung leiden. Berlin und Leipzig würde ich dabei dazu zählen. Oft bestand kein Bedarf oder es mangelte an unternehmerischer Ernsthaftigkeit/Engagement.
    DaWanda ist völlig überlaufen, als ich Mitte 2012 anfing, war meine größte Hürde die „Sichtbarkeit“.Ich gebe Silberminze zu 100% recht: man braucht ein Alleinstellungsmerkmal, sonst wird es schwierig. Wer bis 2010 seinen Shop eröffnet hat, konnte auch mit relativ einfachen Produkten gut durchstarten. Diese Shops sind aufgrund der hohen Verkaufszahlen auch recht weit vorn bei der „Relevanzsuche“, aber ich denke heute braucht man mehr.
    Und dann sind da all die „privaten“ Shops (rechtlich gänzlich illegal, eigentlich dürfte DaWanda diese Option gar nicht anbieten) die natürlich auch eine Konkurrenz darstellen.
    Persönlich kenne ich nur DaWanda-Shop Inhaber die auch ein lokales Geschäft haben, sehr oft mit Materialverkauf, bei denen es als Alleinverdienst reicht. Sie haben aber immer eine Übergangsphase mit altem festem Job gehabt und den Shop nebenbei auf- und ausgebaut und erst gekündigt, wenn es lief.
    Es kann also klappen, mit kompetenten Partnern oder einer zündenden Idee. Aber ein festes Einkommen in der Startzeit schützt vor schlaflosen Nächten …. ;o).
    Liebe Grüße!!

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  13. Hallo liebe Blaanca 🙂
    ich würde auch versuchen mit einem Nebenerwerb zu starten, so hältst Du dein Risiko gering und kannst die Selbstständigkeit immer noch weiter aufbauen, wenn es gut läuft. Werbung ist natürlich für dieses Bereich das A und O, aber auch das schwierigste. Gerade heutzutage wo sämtliche social media Kanäle dafür genutzt werden.
    Dennoch bin ich überzeugt, wenn Du hinter Deiner Arbeit stehst, kaufmännische Kenntnisse und viel Fleiß und Durchhaltevermögen besitzt, dass Du es schaffst.

    Ein Businessplan kann Dir zu Beginn einen groben Überblick verschaffen und bei Gründung kannst Du die zB über die KfW Bank einen Coaching Gutschein besorgen, da unterstützt Dich dann ein anerkannter Unternehmensberater.

    Viel Erfolg weiterhin!

    Liebe Grüße

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  14. Irgendwann habe ich mich entschieden, erst einmal meine Kreativität in den Vordergrund zu stellen. Drei Kinder und Beruf unter einen Hut zu bringen ist schon schwierig genug. Selbst den Bestand so anzuheben, dass ich mit mehr starten könnte, lässt sich nur bedingt umsetzen. Ich kann meine Kreativität ganz gut in Kursvorbereitungen oder als Kursleiterin für Filz- und Papierarbeiten ausleben. Manchmal bin ich froh, dass ich nicht als Berufskünstlerin Aufträgen folgen muss. Es bleibt doch viel Freiheit in der Umsetzung und für das Ausprobieren neuer Materialien. Diese Freiheit ist für mich gerade sehr wichtig. Es ist trotzdem nicht ausgeschlossen, dass ich den Schritt in die Selbständigkeit mache. Aber alles zu seiner Zeit.
    Blaanca, dein Blog ist so kreativ, ich hoffe, dass es im Verkaufsgetümmel nicht verloren geht. Schön wieder von Dir zu lesen!!!
    Deine Petra

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  15. Ich denk da seit sehr langer Zeit immer wieder drüber nach. Und schwanke zwischen, wenn man was sehr will, muss es doch einen Weg dahin geben und dem Realismus, der einem irgendwie bei jeder Rechnung, die man aufmacht doch wieder sagen wird, das ist eine Utopie. Dann begegnet mir hin und wieder ein Projekt wie dieses: http://www.abeautifulmess.com/2013/10/at-work-with-little-hip-squeaks-1.html . Ich denk mir oft, wenn einen was partout nicht loslassen will, dann ist der Sicherheitsgedanke vielleicht auch keine Lösung.

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  16. ihr lieben,

    sooo viele erfahrungsberichte, meinungen, ermutigungen, warnungen… bin total beeindruckt, aber auch nachdenklich.
    nach euren worten zu urteilen, ist es wohl das beste, bei meiner geregelt verlaufenden arbeit zu bleiben. vielleicht versuch‘ ich es mal auf märkten oder miete ein regalfach

    (http://www.berliner-zeitung.de/berlin/startups-in-berlin-die-frau-vom-fach,10809148,20978772.html)

    ein punkt, den ich besonders spannend fand, war, dass das „produzierenmüssen“ die kreativität lahmlegt (das klassische künstlerdilemma).

    die idee mit dem tauschen finde ich nach wie vor auch gut und es laufen im hintergrund meines blogs stets kleine tauschprojekte. wenn ihr mir etwas zum tausch anbietet, dafür etwas von mir haben wollt, bin ich immer begeistert dabei.

    ich hoffe, ihr bleibt mir verbunden und es hat euch nicht hinweggeweht….

    kuss
    Blanca

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  17. Hallo!
    Ich habe auch schon öfter darüber nachgedacht, ob ich so ein Nebengewerbe mal starten möchte und fand die Diskussion hier sehr hilfreich. Mich haben die ganzen rechtlichen Bedingungen bisher abgeschreckt, daher waren die Hinweise, wo man sich informieren kann, sehr nützlich.
    Vielleicht lohnt es sich ja, die Ergebnisse der Diskussion nochmal zu verbloggen? Ich fände das sehr interessant, vielleicht in Kombination mit deiner Entscheidung, wie du weiter vorgehen willst.
    Liebe Grüße!!

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schön von dir zu lesen ღ

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