Der Traum vom eigenen Kinderbuch

Ihr Lieben,

ich habe schon eine Weile nichts von mir hören lassen. Die vergangene Woche habe ich mit zwei Dingen verbracht: 1) versucht, den Frühling herbeizuzaubern und 2) zu zeichnen. Der erste Punkt blieb bisher leider erfolglos (vielleicht der falsche Zauberspruch?), aber bei Punkt zwei komme ich langsam voran.

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Bevor ich euch ein paar Blicke in mein Skizzenbuch werfen lasse, einige Worte zu meinem Traum, ein eigenes Kinderbuch zu schreiben und zu illustrieren.

Ich habe ein „besonderes“ Kind. Ein Satz, den Eltern oft fallen lassen, denn jedes Kind ist schließlich besonders. In der Akte meiner Tochter stehen vier Buchstaben und eine IQ-Zahl, die es locker mit Einstein aufnehmen kann. Zu meinem Bedauern sind die vier Buchstaben momentan zu einer medizinischen Modediagnose verkommen und verkennen damit leider den Alltag betroffener Familien. Die Buchstaben und die Zahl haben an sich keinen Wert für mich im Sinne von Gütekriterien, aber ich muss damit umgehen. Nach Jahren der Verzweiflung und Hoffnung (oft in raschem Wechsel), haben wir einen guten Weg gefunden und wissen, mit der Krankheit umzugehen.

Meine Erfahrungen würde ich gern in einem Buch „verarbeiten“ und anderen Betroffenen Hoffnung und Hilfe geben. Dabei möchte ich auch Hinterfragen, was normal ist und wozu bestimmte Normen gut sind. Bei aller Schwermut, die in meinen Worten sicherlich mitschwingt, soll das Buch aber Kinder und Eltern unterhalten, sie zum Lächeln anregen.

Das ist meine Protagonistin:

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Sie heißt Grete und hat einen kleinen Freund, Théo, einen Therapiehund, der ihr hilft, den Alltag zu meistern und zu lernen, in den wichtigen Momenten zu fokussieren.

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Was Grete außerdem gut tut, sind Musik, Hörspiele und noch Vieles mehr. Lasst euch überraschen!

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So weit bin ich gerade. Was haltet ihr von der Idee? Habt ihr noch Vorschläge? Vielleicht kennt ihr Probleme, von Kindern, Eltern, Geschwistern, Erziehern und Lehrern kleinen Wirbelwinden und habt thematisch noch Anregungen für die Geschichte?

An dieser Stelle noch einen herzlichen Gruß an meine Nähmaschine, deren Akku gerade leer ist, wenn denn sowas gehen würde.

Wenn ich so aus dem Fenster schaue und die Sonne sehe, erfüllt sich mein Frühlingszauberspruch vielleicht doch schneller als erwartet.

habt ein wundervolles Wochenende

Blanca

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124 Gedanken zu “Der Traum vom eigenen Kinderbuch

  1. Liebe Blanca,
    gestern habe ich Sonnenstrahlen auf meinem Sofa entdeckt, lieben Dank dafür.
    Wie alt soll denn Grete sein, auf den Bilder (die ich sehr hübsch finde!!) ist das schwer einzuordnen?
    Ich bin schon sehr gespannt auf Deine Ideen.
    Lieben Gruß
    Simone

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  2. Liebe Blanca, ich finde deine Idee auch wunderbar! ❤ Und auch deinen eigenen Ansatz, mit diesem Buch sogar für dich vieles zu verarbeiten. Du bist sicher oft der "Puffer" zwischen deinem Kind und der Umwelt – du kennst alle Seiten der Medaille und lebst damit. Ich wünsche dir viel Freude beim Schreiben und Zeichnen und bin gespannt!
    Lieber Gruß, Maja

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    • danke, liebe Maja!

      oh ja, puffer und leider auch viele anschuldigungen: falsche erziehung, falsche ernährung und andere lächerlichkeiten… es hat eine weile gedauert, mich davon frei zu machen. inzwischen hab‘ ich es gelernt, bestimmte kommentare zu überhören :).

      allerliebste grüße

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  3. Eine wunderbare Idee. Ich wünsche dir, dass du den (für dich!) richtigen Ton triffst und bewundere ohnehin Menschen, die ihre Erlebnisse so in Worte fassen können, dass sie buchfüllend verarbeitet werden können. Wichtig ist es sicherlich, deinen bzw. euren Weg zu gehen, den gehst nur du, den geht nur ihr und niemand anderes sonst!
    ♥-lich liebste Grüße von Anni

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  4. Liebe Blanca,
    die Idee finde ich großartig. Besonders gefällt mir die Einbindung eines Assistenzhundes. Oft habe ich gesehen, dass sehr quirlige Kinder runterfahren konnten im Beisein eines Hundes. Wenn du Informationen zum Thema Assistenzhund benötigst könntest du dich mit „Vita Assistnezhunde“ in Verbindung setzten. Sie sicher gerne Bereit dir Infos zu geben falls du welche benötigen solltest.
    Ich drücke dir die Daumen für dein tolles Projekt und bin schon sehr gespannt.
    Liebe Grüße
    Ivonne

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  5. Liebe Blanca,
    Wie meine Vorkommentatorinnen finde ich Deine Idee zum Buch ebenfalls wundervoll und die Zeichnungen, die Du uns hier schon vorab zeigst, richtig schön. Meine Tochter, mittlerweile Teenie, bekam die Diagnose mit den 4 Buchstaben nie, aus dem einfachen Grund, da wir nie zum Arzt gegangen sind. Nichtsdestotrotz wurde es aber immer wieder angedeutet und ihre schulische „Karriere“ ist für dieses wunderbare, gescheite und „besondere“ Kind sehr mühselig. Deshalb begrüße ich Deine Initiative ganz besonders, denn Diagnose hin oder her, im Endeffekt steht man als Eltern ganz alleine da und muss mit viel Liebe und Humor diese unsere besonderen Kinder durchs Leben führen in einer Welt wo viele bizarren Sachen anscheinend normal sind und andere wundervollen Sachen nicht. Bin sehr gespannt auf Dein Buchprojekt.
    Liebe Grüsse,
    Claudine

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    • spannend, das wir solche gemeinsamkeiten haben. und noch spannender, dass deine kleine schon so groß ist. vielleicht kannst du mir mal erzählen, was in der pubertät passiert? ich rätsel immer, ob es dann „besser“ oder „schlechter“ wird mit der konzentration und der frustrationstoleranz.

      ich habe meine kleine zunächst auch nicht testen wollen, es aber dann doch getan. allerdings nur im iq-bereich. für die krankheit mit den vier buchstaben, brauche ich keinen test, zumal mir die aktuellen diagnoseinstrumente sehr schleierhaft vorkommen.

      das gute ist, dass die schule gut mit den besonderheiten meiner kleinen umgeht 🙂

      küsse aus berlin
      blanca

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      • Erzähle ich Dir gerne. Wenn Du mal Zeit hast, kannst Du mir ja eine Mail schreiben. Leider habe wir bisher mit der Schule keine so positiven Erfahrungen gemacht, was die Sache für die Kleine nicht einfacher macht.
        Bisous
        Claudine

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  6. Ich finde diese Idee sooooooooooo toll das glaubst du gar nicht !Es besteht soviel Aufklärungsbedarf was dieses Thema mit den 4 Buchstaben betrifft und es macht mich immernoch sprachlos ,wie schnell Kinder diese Diagnose bekommen und dann sehr schnell „gut eingestellt werden müssen“ !Niemand außer einer Mama kann wohl am Besten verstehen wie schwierig so eine Situation ,die nicht enden will , zu meistern ist und es macht mich zutiefst traurig wie wenig Zeit sich für die Kinder genommen wird , weil unsere Zeit einfach so schnelllebig und anscheinend immer perfekter zu werden scheint!
    Ich freue mich mehr von dir zu lesen !
    Herzlichst Stephanie

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    • die aktuellen testungen kommen mir auch komisch vor. zum glück ist meine tochter nicht so stark betroffen, dass wir uns gedanken über eine medikation machen müssen… ein schwieriges thema übrigens…

      ich freue mich sehr, dass du so begeistert bist. das gibt mir kraft, an den buchplänen dranzubleiben!

      allerliebste grüße
      blanca

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  7. Hut ab, ein Kinderbuch zu diesem Thema…Daumen hoch. Ich habe meinen Sohn nicht testen lassen, eine Diagnose würde meiner Meinung nach nichts ändern. Er tickt anders, das weiß ich. Helfen im Leben klar zu kommen, muss ich so oder so. Traurig wie Lehrer oft mit dem Thema umgehen und leichtfertig „ihre Diagnosen“ stellen. Ich finde es auf jeden Fall super dein Projekt, vielleicht lernen so ein paar Eltern, Pädagogen endlich mal die Welt durch die Augen der Kinder sehen und aufhören diese Kids über einen Kamm zu scheren und ihre weisen Ratschläge durch die Gegend zu posaunen. Kein Kind ist einfach, jedes hat Ecken und Kanten, das eine mehr , dass andere weniger, aber so sind alle Kinder und nicht nur die „besonderen“.

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    • wir haben großes glück mit der schule, die gehen super auf die kleine ein. aber ich weiß auch aus erfahrung, dass einige lehrer mit diesen kindlichen besonderheiten nicht umgehen können, weil sie es nie gelernt haben (ich bin selber lehrerin).

      das thema schule soll auf jeden fall auch im buch vorkommen.

      hab ein wunderbares wochenende
      blanca

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  8. Was für eine tolle Idee! Schön dass ihr Wege und Mittel gefunden habt.
    Daumen hoch für dein Engagement! Ich selbst habe bisher nur in der Schule eine erste Ahnung davon erhalten, was diese Diagnose bedeutet. Aufklärung gibt es nie genug. Und ich bin sicher, dass eine liebevolle Art der Aufklärung noch fehlt!
    Weiter so liebe Blanca 🙂

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  9. Auch ich finde die Idee wundervoll! Beneide dich um deine tollen Malkünste 🙂
    Mir gefällt die Idee mit dem Hund sehr gut, ich bin fest überzeugt, dass Tiere in allen Lebenslagen helfen, unterstützen, Freude bereiten, neue Wege zeigen, Liebe lernen, usw.
    Ich wünsche dir das Allerbeste für dein tolles Vorhaben!

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  10. Oh, welch schoene Idee und ich mag Deinen Zeichenstil (wuerde mir persoenlich niemals eine Illustration selbst zutrauen). Ich habe diese Woche auch wieder angefangen an meinem Kinderbuch zu arbeiten, das nun laenger in der Schublade vor sich hin geschlafen hat… Leider ohne Illustrationen aber (bisher) 😉

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  11. Ich habe auch schon eine Weile die Idee, ein Kinderbuch zu schreiben/zeichnen. Ich finde Deine Idee sehr gut. Ich arbeite ja im Sozialwesen und finde es gut, so ein Buch zu schreiben. Auch wenn es vielleicht erst einmal zur Verarbeitung dient. Ich kann nur sagen: Mach weiter so! Deine Zeichnungen gefallen mir sehr.

    Liebe Grüße,
    Juliane

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  12. Hallo Blanca, letztes Wochenende war der Frühling hier bei uns schon ganz nah, na, das wird schon noch. 😉
    Deine Idee mit deinem Buch finde ich großartig, es ist eine gute Art und Möglichkeit, das zu verarbeiten, was dich Tag für Tag beschäftigt. Und mir gefallen die Bilder, die du schon zeigst sehr.
    Meine beiden Kinder waren und sind auch ganz besonders: der jüngere ist der mit der hohen IQ-Zahl und der ältere zeigte und zeigt Züge der bekannten drei Buchstaben (Das „H“ fehlt so gänzlich, machte es aber nicht einfacher). Damals sagte mir eine Bekannte, deren Kinder schon erwachsen waren, dass sie sich oft gewünscht hatte, einfach mal 10 Jahre in die Zukunft schauen zu können, dann hätte sie mehr Gelassenheit an den Tag legen können. Nun sind meine Kinder auch erwachsen (na gut, sagen wir besser, sie sind mehr als volljährig 😉 ) und ich muss sagen, da ist was Wahres dran. Hätte ich damals einen kurzen Blick ins Heute werfen können, hätte unserer Familie einige Sorgen und Ängste erspart. 🙂

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    • das hört sich sehr hoffnungsvoll an. eine psychologin hat mal zu mir gesagt: „die zeit spielt für sie“ und an kleinen dingen kann ich das auch schon erkennen.

      ich freue mich, dass dir die idee mit dem buch gefällt, gerade, weil du und deine familie genau wisst, was ich meine!

      sei umarmt
      blanca

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  13. Klasse, Blanca. Dein Buch könnte bestimmt vielen Betroffenen und ihren Eltern Hoffnung geben. Gerade vor ein paar Tagen habe ich ein paar Dinge von betroffenen Eltern gehört – ich hatte ja keine Ahnung. Deine Zeichnungen gefallen mir gut, Deine Hauptfigur sieht sympathisch aus. 🙂

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    • danke, liebe doris.

      das stimmt, „andere“ haben oft keine vorstellung davon, was es bedeutet. viele erzählen davon auch nicht in der öffentlichkeit, weil sie schnell abgestempelt werden (erziehungsversagen, fehlende strenge…). mir geht es genau darum: diese vorurteile zu widerlegen.hoffentlich kann ich das gut rüberbringen? das die hauptfigur sympathisch wirkt, ist aber schon mal ein guter anfang.

      herzlichst
      blanca

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  14. Liebe Blanca,

    deine Zeichnungen sind zauberhaft. Ich beneide dich unendlich für dieses Talent. Was dein Buch angeht, glaube ich, dass das Thema ganz viel Potenzial hat. Wenn es aber nicht nur für dich und deine Familie sein, sondern veröffentlicht werden soll, braucht es einen richtigen Plot. Wie der aussieht, hängt natürlich auch von deiner Hauptzielgruppe ab (Kinder, Jugendliche, Eltern, Pädagogen, …). Aber vielleicht kannst du Grete ja ein Abenteuer erleben lassen, dass sie nur bestehen kann, weil ihr Hund an ihrer Seite ist, und sie auf Erwachsene trifft, die wissen, wie man mit ihr umgehen, sie unterstützen und bestätigen muss? Zwischen Fantasy und Jugendkrimi kann ich mir da alles mögliche vorstellen. Aber vermutlich hast du das längst geplant, oder?

    Ich bin jedenfalls sehr gespannt, wie es mit diesem Projekt weitergeht und drücke dir alle Daumen und Zehen, dass du auch einen Verlag findest, denn es wird wirklich Zeit, dass dieses Thema endlich nicht nur als Modediagnose wahrgenommen wird. Dass sich jemand die Mühe macht, auf eine so zauberhafte Art dafür zu sorgen, dass Unbetroffene die Krankheit verstehen und mit ihr umzugehen lernen, finde ich absolut großartig.

    Alles Liebe
    Anita

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    • liebe anita,

      wow, was für ein ausführlicher kommentar. liebsten dank dafür!

      über den plot denke ich gerade auch viel nach. ein abenteuer ist auf jeden fall ein guter aufhänger und ich könnte, sollte ich soviel zu papier bringen, eine fortsetzungsgeschichte schreiben. das finde ich auch insofern spannend, da ich die kleine grete in mehreren etappen ihres lebens zeigen möchte.

      ich bin immer noch sehr überrascht, dass meine zeichnungen so gut ankommen, denn ich habe bisher in diesem stil noch nie was gemacht und fühle mich sehr geehrt, dass die zeichnungen so gut ankommen.

      nochmals tausend dank und eine dicke umarmung
      blanca

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  15. Oh, das finde ich eine wunderbare Idee. große Herrausforderung, aber schön 🙂 Arbeite auch gerade an einer Kinderbuchidee. Bücher können einem als Kind so viel helfen. Mir hat z.B. Hannes Strohkopp und der unsichtbare Indianer unglaublich viel bedeutet.

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  16. Liebe Blanca, welch zauberhafte Idee. Und megatolle Zeichnungen. Wenn es fertig ist, will es uuuunbedingt haben 😊👍
    Vielleicht ist das auch eine Idee für mich irgendwann, wenn ich so weit bin.
    Auch meine Maus ist ein ‚besonderes‘ Kind. Nur bedeuten die 4 Buchstaben, die uns begleiten, ein tägliches Hoffen und Bangen im Kampf ums überleben, den man von außen nicht sieht. Nach 3 op’s, tägl. Medis und viele Arztbesuche meine ich gelernt zu haben, damit umzugehen. Oder doch nicht, ich weiß es eigentlich nicht wirklich. Vieles wird jedenfalls unwichtig, nebensächlich. Das wichtigste was zählt, ist, dass wir unsere Kinder lieben.
    Ich finde es ganz toll, dass es einen Hund gibt in seiner Geschichte. Ich glaub fest dran, dass es unserer Maus heut „so gut“ geht liegt zu einem guten Teil mit an unserm Hund, die beiden sind wie Geschwister 😍
    Mach weiter , lebe deinen Traum …
    GLG Mandy

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    • ich denke, wie du. auch wenn es floskelhaft klingt: liebe und verständnis bringen am meisten (in jeder lebenslage!!!).

      eure geschichte hört sich schlimm an und es kostet mit sicherheit viel kraft, den alltag zu meister. respekt! nur nicht verzweifeln. einen schritt vor, zwei zurück, das kenne ich. und von dem, was du erzähst, habe ich den eindruck, dass ihr weit mehr last zu tragen habt, als wir.

      alles, alles liebe und großen dank für deine lieben worte
      fühl dich umarmt
      blanca

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  17. sehr schöne Idee ❤ ich hoffe es wird Dir beim verarbeiten helfen…und anderen Freude bereiten…auf das es ein riesen Erfolg wird 😀 Aufmunterung kann jeder gebrauchen 😉 Lieben Gruß Raffaela

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  18. Liebe Blanca!

    Das klingt für mich nach einer wundervollen Idee und die Skizzen sehen auch ganz bezaubernd aus.
    Solche Geschichten, die aus dem Herzen geschrieben sind, braucht die Welt! Bestimmt würde mein inneres Kind Deine auch gerne lesen, selbst wenn ich an Lebensjahren bereits erwachsen bin.

    Ich finde die Frage interessant, was denn eigentlich normal ist und wieviel Norm wir überhaupt brauchen. Ich kenne zwar Euer Leben, Eure Erfahrungen nicht, doch habe ich persönlich mich schon oft gefragt, ob das, was heutzutage so als „Krankheit“ diagnostiziert wird denn überhaupt krank ist – oder eben nur anders. Vielleicht deutet es ja vielmehr auf das Bedürfnis einer Gesellschaft hin, sich selbst zu heilen, wenn sie Andersartigkeit als Krankheit diagnostiziert – oder, zum Beispiel, eine sehr hohe Auffassungsgabe und die daraus resultierende Wahrnehmung der Betroffenen mit vier Buchstaben betitelt, wie ich es oft in meinem Umfeld gesehen habe?

    Viel Freude und kreativen Fluss beim Fertigstellen des Buches – und alles Liebe für Dich, Deine Tochter sowie Eure ganze Familie,
    Steffi

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    • liebe steffi,

      schön, dass du mich besucht und so einen interessanten kommentar hinterlassen hast.

      ich denke, die normfrage stellt sich bei jeder krankheit, aber bei den chronischen (und nicht sichtbaren) besonders. ich habe mich lange gewehrt, zum arzt zu gehen, weil ich wusste, was eine diagnose für uns bringen sollte, wie sie uns im alltag helfen würde.
      manchmal stellt sich gar nicht die frage, ob nun krankheit oder nicht, sondern allein die, auf die besonderheiten von menschen einzugehen. das ist schwer und eine herausforderung. ich kenne das auch aus meiner beruflichen arbeit an der schule.

      auf jeden fall habe ich große lust, die geschichte von grete zu erzählen, denn ich kann künstlerisches, persönliches und helfendes dabei vereinbaren… das wird nicht nur mir, sondern auch anderen hilfe sein…. hoffentlich

      hab einen sonnigen sonntag (schließlich muss es ja einen grund haben, dass er so heißt 😉 )
      blanca

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      • Liebe Blanca!

        Ja, bitte erzähle Gretes Geschichte! 🙂
        Ich würde sie gerne hören/ lesen – gerade weil der Weg dorthin so viel Wunderbares vereint.

        „manchmal stellt sich gar nicht die frage, ob nun krankheit oder nicht, sondern allein die, auf die besonderheiten von menschen einzugehen.“

        Das hast Du schön gesagt. Es stimmt, es kann sehr herausfordernd sein, auf die Besonderheiten von Menschen einzugehen. Immerhin konfrontiert dies uns auch immer wieder mit den Besonderheiten, Normen und Urteilen in uns selbst und in anderen. Im Grunde hat doch jeder seine/ ihre Besonderheiten. Manche sind vielleicht offensichtlicher als andere. Manche scheinen näher an uns dran als andere. Und manche erfordern mehr Verständnis von uns, als andere.

        Dir auch einen schönen Sonn(en)tag!
        (Hier in Hamburg ist es tatsächlich einer)
        Steffi

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  19. Hallo Blanca!

    Ich habe meinen Sohn nie daraufhin untersuchen lassen, wurde aber ständig von anderen darauf angesprochen.

    Als er klein war hat geholfen, wenn ich darauf geachtet habe, dass er genug schläft, keine aufputschenden Flüssigkeiten zu sich nimmt und nicht zu vielen Außenreizen ausgesetzt ist. Leider entziehen sich die Kinder ab einem gewissen Alter dem Einfluss der Eltern und machen genau das Gegenteil.

    Wir können leider unser Kinder nicht ewig schützen. Sie müssen ihre Erfahrungen selbst machen und das bedeutet für mich als Mutter loslassen, was nicht einfach ist.

    Ich freue mich schon über weitere Infos von Deinem Buchprojekt.

    lg
    Maria

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    • bei der ernährung passe ich auch sehr auf, will aber nicht alles reglementieren, denn ich denke, das schlägt dann irgendwann, in einem unbeobachteten moment, ins gegenteil um. schlafen ist auch ein leidiges thema bei uns, die kleine kommt abend alleine nicht zur ruhe und ich muss jeden abend bei ihr liegen, bis sie eingeschlafen ist.

      das wichtigste ist, den kindern strategien mit auf den weg zu geben, so dass wir sie irgendwann alleine „ins leben gehen“ lassen können.

      sei umarmt
      blanca

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  20. Ich finde die Idee richtig toll. Wenn’s fertig ist würde ich es gerne lesen. Hab zwar kein Mädchen aber einen „richtigen“ Jungen dem man auch mal gerne den Stempel mit 4 Buchstaben aufgedrückt.
    Eine Facebook-Bekannte hat das selbe „Problem“ und hat auch ein Buch darüber geschrieben eben aus ihrer betroffenen Sicht. Fand das sehr tolll, aufschlussreich und auch hilfreich für mich selbst. Zumindest habe ich dadurch für mich gelernt die Leute reden zu lassen und mein Kind so sein zu lassen wie er ist, egal ob er die Diagnose irgendwann erhält oder eben auch nicht.
    Der Akku meiner NähMa ist übrigens auch leer, oder vllt doch eher meiner. 😉 macht ja nix, manchmal braucht man auch ne Pause vom kreativ sein.
    LG Jenny

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    • die nähmaschine ist immer noch ohne geladenen akku 😉

      was ich schwierig bei den vier buchstaben finde, das ist zu erkennen, ob es sich um „normale“ kindliche verhaltensweisen handelt oder ob es darüber hinaus geht.

      schön, dass ich in dir eine zukünftige leserin habe!!!

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  21. Blanca, eine ganz wundervolle Idee! Ich wünsche dir bei der Umsetzung ganz viel Freude und auch Kraft, da das Leben manchmal einfach nicht die leichtesten Geschichten schreibt. Dennoch ist es ganz toll, dass du die Freude nie aus den Augen verlierst!
    Liebe Grüße,
    Jana*

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  22. Viel Erfolg, vor allem dann, wenn es um die Verlagsfindung geht. Eine Studienfreundin von mir, hatte eine wunderbare Häschengeschichte geschrieben und ganz tolle Illustrationen dazu gezeichnet und coloriert . Damals in der “ Ehemaligen “ war aber gerade grau in Mode und abstrakt. Schade , – aber ich habe zum Glück das Manuskript gesehen ( wir waren ja zusammen auf Bude ).
    Liebe Grüße Angela

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  23. Hallo Blanka,
    Deine Zeichnungen gefallen mir sehr und ich finde, dass das Thema noch nicht genug aus Sicht von Betroffenen, vor allem aus Sicht der Eltern, behandelt wird. Ich sehe es selbst an meinem Neffen (12), der mit Tabletten auf ein „für seine Umwelt erträgliches Maß“ runtergeschraubt wird, zumindest kommt es mir so vor und ich finde das schecklich. Seit aber ein kleiner Kater bei ihm ist, schafft er es immer besser sich selbst die nötigen Ruhephasen zu ermöglichen. Ein Assistenztier, egal ob Hund oder Katze, ist also für manche Kinder sicher hilfreich. Daher finde ich es toll, dass du die Idee aufgreifst.
    Ich frage mich häufig, wo das eigentliche Problem denn nun liegt. An den Kindern sicher nicht. Erschreckend finde ich, dass gerade diese Kinder nicht richtig gefördert werden können, weil viele Lehrer überfordert scheinen, oder liege ich da falsch? Und wie sich Eltern dabei fühlen, kann ich mir leider nur schwer vorstellen. 😦 Möchtest du mit deinem Buch denn eher Kindern Mut machen oder den Eltern? Oder beiden Seiten?
    Liebe Grüße!

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    • „besondere“ kinder sind immer eine große herausforderung, vor allem auch für sich selber. sicherlich gibt es kinder, denen mediakamente helfen, aber man muss genau schauen, für welche es passt und für welche nicht. ein schwieriges thema.

      natürlich möchte ich kindern und eltern helfen, aber das buch soll zunächst aus der perspektive der betroffenen kinder geschrieben werden.

      alles liebe
      blanca

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  24. HEy.
    Kind 2 hat auch eine sehr spannende Zahl neben seinem Namen stehen. Ich kann den Buchstaben nicht viel Erfahrungen beitragen, aber zu hohen Zahlen umso mehr.
    Ich weiß, was das im Alltag bedeutet und was mitunter der (soziale) Preis so einer Diagnose sein kann.
    Das in einem Buch zu verarbeiten finde ich großartig. Weiter so!

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  25. Wirbelwindkinder ist eine viel schönere Bezeichnung als die vier Buchstaben, die üblicherweise verwendet werden. Habe seit 16 Jahren selbst ein solches besonderes Kind ( wobei ja jedes Kind etwas besonderes ist ) und finde die Idee mit dem Buch klasse.

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  26. Hallo Blanca, deine Idee finde ich toll! Ich bin schon total gespannt. Auch dass du den Mut hast hier öffentlich zu sagen, dass du ein besonderes Kind hast. Wir haben auch einen besonderen Sohn, uns fehlen zwar die vier Buchstaben (wofür ich echt dankabr bin), aber die andere Zahl wird sehr ähnlich sein und man stößt leider immer wieder auf Vorurtele, Ablehnung und „Jaja,ist klar“. Deswegen hut ab vor deinem Mut!

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  27. Hallo Blanca. Ich bin gerührt und ich finde es toll, dass du deinen Kummer, deine Hoffnungen und deine Erfahrungen mit Anderen teilen möchtest. Ich fände es schön, wenn mehr Menschen dies tun würden und wenn mehr Menschen die Toleranz hätten, mit besonderen Kindern umzugehen. Egal, was sie besonders macht. Das macht dich definitiv zu einer sehr starken und ehrbaren Frau.

    Ich wünsche dir ganz ganz viel Glück und Erfolg und ich wünsche dir Kraft, so weiter zu machen und die beste Mama zu sein, die du sein kannst.

    Ganz liebe Grüße
    Mina

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  28. Liebe Blanca,
    ein ganz toller Ansatz mit liebevollen Bildern und einer mehr als wichtigen Geschichte! Ich ziehe den Hut vor dir, deinem Talent und v.a. der liebevollen Art, wie du von deinem Alltag sprichst. Nicht wenige verlieren da die Geduld und eben das Liebevolle im Umgang!
    Wenn du an die Verlagsfrage kommst, meld dich doch mal bei mir. Ich arbeite mit zwei Kinderbuchverlagen zusammen, die dir auf jeden Fall mal Feedback zum Buch geben können. Und falls zwischendurch mal Fragen sind, meld dich auch gern. So ein Projekt unterstütz ich gern! 🙂
    Liebe Grüße und viel Mut, Kreativität und Alltagspower!
    Sarah

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  29. Diese vier buchstaben sind bestimmt ADHS… Wobei 90% der Diagnosen falsch gestellt wurden. Bei kleinen Kindern kann man das noch gar nicht festlegen. Da sind oft ganz andere Auslöser am Werk, die bestimmte Reaktionen hervorrufen.
    Einen IQ-Test bei kleinen Kindern halte ich schlichtweg für Humbug. Nur Augenwischerei für die Eltern.
    In dem Sinne, lass dich von Ärzten nicht verrückt machen und stopf deine Tochter nicht mit ominösen Tabletten voll 😉

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schön von dir zu lesen ღ

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